Xūjiāng Xiàowò-Steininschriftenensemble
Taiwan · Kreis Kinmen · 金城鎮 · Historische Stätten
Bildquelle: Taiwan_Opendata; Lizenzangaben wie angegeben.
Überblick
Das Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensemble liegt am Südhang des Nanpan-Berges auf der Südseite der Altstadt von Kinmen, südlich der Wentai-Bagoda, und besteht aus einer Gruppe von Felsinschriften, die von Literaten und Militärführern der Ming- und Qing-Dynastie in große Felsen gemeißelt wurden. Die früheste Inschrift lässt sich bis in das 14. Jahr der Jiajing-Ära der Ming-Dynastie (1547) zurückverfolgen, als Yu Dayou, damals Kommandant von Kinmen, hier die vier Zeichen „Xūjiāng Xiàowò“ anbrachte; „Xūjiāng“ war sein Beiname und gab dem Ensemble seinen Namen.
Highlights
Das Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensemble ist ein nationales Kulturdenkmal am Südhang des Nanpan-Berges südlich der Altstadt von Kinmen und in der Nähe der Wentai-Bagoda, bekannt für Felsinschriften und Gedichttexte von Literaten und Militärs aus der Ming- und Qing-Zeit. Die früheste Inschrift geht auf das 14. Jahr der Jiajing-Ära der Ming-Dynastie zurück, als der berühmte General Yu Dayou die vier Zeichen „Xūjiāng Xiàowò“ in Stein meißelte; daraus leitet sich der Name des gesamten Ensembles ab, das zugleich historischen, kalligrafischen und kulturellen Wert besitzt. Neben den Felsinschriften können Besucher auch die benachbarte Wentai-Bagoda und den Bereich der Altstadt von Kinmen erkunden, den Blick auf Meer und Stadtmauern genießen und die vielschichtige Geschichte Kinmens als Frontfestung und Kulturort erleben.
Sehenswertes
Xūjiāng-Xiàowò-Felsinschrift: Sie ist die Namensquelle des Ensembles. Yu Dayou, im 14. Jahr der Jiajing-Ära der Ming-Dynastie (1547) damaliger Kommandant von Kinmen, ließ die vier Zeichen „Xūjiāng Xiàowò“ einmeißeln. Die Schrift wirkt kräftig, rund und voll und gilt als das repräsentativste Werk der ganzen Gruppe; zugleich zeigt sie die literarische Begabung und den Kalligraphiestil des Generals. Moraine-Felsinschriften des Ensembles: Zwischen den Felsblöcken am Südhang des Nanpan-Berges verteilen sich Gedichte und Inschriften von Literaten und Militärs aus der Ming- und Qing-Zeit. Obwohl keine geplante Anlage vorliegt, entstand so eine lockere Gruppe von Steininschriften mit Texten zu Landschaft, Gefühlen, Ereignissen und Lobpreisungen, die das politische und gesellschaftliche Klima jener Zeit widerspiegeln. Atmosphäre der Ruinen des Xiàowò-Pavillons: Als Yu Dayous Schüler Yang Hongju später Kinmen verteidigte, errichtete er vor den Steininschriften einen Steinpavillon und versah ihn mit der Tafelinschrift „Houle“. Der Ort hieß Xiàowò-Pavillon. Heute steht vor allem der Denkmalcharakter im Vordergrund, doch die Umgebung und die Felsinschriften lassen noch die elegante Atmosphäre der damaligen Zusammenkünfte von Literaten und Militärs erahnen. Wentai-Bagoda und Landschaft am Berghang: Das Ensemble liegt südlich der Wentai-Bagoda. Wer beides besucht, kann außerdem den Turmbereich und das Felsplateau des Nanpan-Berges erkunden und über Meer und Hafenlandschaft blicken; bei klarem Wetter reicht der Horizont von Meer zu Himmel und verbindet historische Stätten mit Naturlandschaft.
Adresse
893, Stadtgemeinde Jincheng, Landkreis Kinmen, südlich der Wentai-Bagoda Telefon: (08)2318823
Reisetipps
Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ein typischer Besuch dauert etwa 30 Minuten bis eine Stunde. Wer Wentai-Bagoda und die Altstadt von Kinmen mit einbezieht, kann problemlos einen halben Tag oder einen ganzen Tag dafür einplanen. Beste Reisezeit und Tageszeit: Frühling und Herbst sind kühler und trockener und eignen sich gut, um am Südhang des Nanpan-Berges zu Fuß die Inschriften in Ruhe zu betrachten. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung stark und die Temperatur hoch; daher sind der Vormittag oder der spätere Nachmittag angenehmer. In Zeiten mit starkem Nordostmonsun ist der Wind am Berghang und an der Küste kräftiger, daher sind warme und winddichte Kleidung sinnvoll. Empfehlungen für Anreise und Route: Die Sehenswürdigkeit liegt im Bereich der Altstadt von Jincheng. Sie wird meist zusammen mit der Wentai-Bagoda und der Altstadt von Kinmen in eine gemeinsame Spazier- oder Selbstfahrroute eingebunden. Bei Anreise mit Auto oder Motorroller empfiehlt es sich, in der Nähe der Altstadt oder der Wentai-Bagoda zu parken und dann zu Fuß zum Felsinschriftenbereich zu gehen, um unterwegs die Hang- und Stadtlandschaft zu genießen. Hinweise für den Besuch vor Ort: Die Inschriften befinden sich auf natürlicher Felsoberfläche; einige Bereiche bestehen aus Steinstufen und unebenem Fels. Daher sind rutschfeste Sportschuhe oder geschlossene Schuhe empfehlenswert. Zum Schutz des Denkmals sollten Sie die Inschriften nicht betreten, nicht ritzen und nicht besprühen; vermeiden Sie auch wiederholtes Berühren der Schriftzüge, um Verwitterung nicht zu beschleunigen. Da der Hang in Küstennähe liegt, können Wege nach Regen rutschig sein. Achten Sie beim Gehen auf sicheren Tritt; ältere Menschen und Kinder sollten besonders auf Sicherheit achten. Empfohlene Kombination mit anderen Zielen: Kombinieren Sie den Besuch mit der Wentai-Bagoda und der Altstadt von Kinmen (dem alten Jincheng) für eine Spazierroute, die ein vollständigeres Bild der Militärgeschichte und der Entwicklung der Altstadt vermittelt. Reisende mit Interesse an Kalligraphie und historischen Inschriften können sich vorab über die Hintergründe informieren und vor Ort die Texte direkt vergleichen und genießen, um die kulturelle Tiefe der Steinschriften noch stärker zu erleben.
Essen in der Nähe
Jincheng ist eine der wichtigsten Städte Kinmens. Von dem Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensemble und der Wentai-Bagoda aus erreicht man das Stadtzentrum zu Fuß oder mit einer kurzen Fahrt auf dem Motorroller. In der Umgebung gibt es zahlreiche lokale Imbissstände, Nudelrestaurants und Cafés, in denen man typische Nudelgerichte, Meeresfrüchte und Minnan-Küche von Kinmen probieren kann. Es empfiehlt sich, in der Altstadt von Jincheng oder rund um Kinmen City zu essen und den Besuch des Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensembles sowie anderer Denkmäler daran anzuschließen, um einen entspannten halbtägigen oder ganztägigen Kulturspaziergang zu gestalten.
Häufige Fragen
Q:Was sieht man sich im Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensemble hauptsächlich an? A:Im Mittelpunkt stehen die in Stein gemeißelten Gedichte und Texte von Literaten und Militärs aus der Ming- und Qing-Zeit am Südhang des Nanpan-Berges sowie die vier Zeichen „Xūjiāng Xiàowò“. Besucher können die Kalligraphie und Inhalte der Inschriften aus verschiedenen Epochen aus nächster Nähe betrachten, die Stimmung der an der Front in Kinmen dienenden Militär- und Regierungsfiguren nachspüren und zusammen mit der umliegenden Berg- und Meereslandschaft einen historischen Ort erleben, in dem Natur und Kultur miteinander verflochten sind. Q:Muss man das Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensemble reservieren oder Eintritt zahlen? A:In der Regel ist für den Besuch keine Reservierung nötig, und es handelt sich um einen offenen Bereich. Besucher können den Felsinschriftenbereich frei betreten, spazieren gehen und fotografieren, müssen aber die Denkmalschutzregeln beachten und die Inschriften nicht beschädigen oder besprühen. Falls Zugangs- oder Wartungsmaßnahmen gelten, sind die Hinweise vor Ort maßgeblich. Q:Wie viel Zeit sollte man für das Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensemble einplanen? A:Für das Ensemble selbst empfiehlt sich etwa eine halbe Stunde zum genauen Betrachten der Inschriften und für Fotos. In Verbindung mit Wentai-Bagoda und der Umgebung der Altstadt von Kinmen lässt sich daraus leicht ein halbtägiger oder nahezu ganztägiger Kulturspaziergang machen. Wer sich besonders für Kalligraphie und Geschichte interessiert, kann länger bleiben, um die Inhalte der Inschriften zu lesen und die Atmosphäre zu genießen. Q:Worauf muss man beim Besuch des Xūjiāng-Xiàowò-Steininschriftenensembles aus Sicherheitsgründen achten? A:Beim Besuch sollte man beachten, dass der Weg am Hang und der Felsboden uneben sind und nach Regen rutschig sein können. Es wird empfohlen, rutschfeste und gut begehbare Schuhe zu tragen und vorsichtig zu gehen. Nähern Sie sich den Inschriften nicht durch Drauftreten oder Anlehnen an die Felswand, um Stürze oder Schäden an den Steinschriften zu vermeiden. Wenn ältere Menschen oder Kinder dabei sind, sollten sie auf dem Hang und den Steinstufen stets begleitet werden.