Wakamiya-Hachimangū
Japan · 横浜市南区 · Tempel & Schreine
Bildquelle: Openverse; Lizenzangaben wie angegeben.
Überblick
Wakamiya-Hachimangū ist ein lokaler Schutzschrein auf dem Ōoka-Hügel im Minami-Bezirk von Yokohama in der Präfektur Kanagawa. Er ist für seine Verbindung zu Minamoto no Yoritomo und seine Wurzeln in der Kamakura-Zeit bekannt. Der Schrein verehrt Hachiman Ōkami und mehrere weitere japanische Gottheiten und gilt seit Langem als Gesamt-Schutzschrein für Shimo-Ōoka und die umliegenden 18 Stadtviertel. Er wird als spirituelles Zentrum für Frieden in der Welt und eine reiche Ernte angesehen. Die heutige Schreinanlage wurde 1964 neu errichtet und ist ein Hachiman-zukuri-Gebäude mit Kupferdach; die zinnoberrote Farbgebung und die erhöhte Lage schaffen eine würdige und zugleich erfrischende Atmosphäre für den Besuch. Neben dem täglichen Gebet sind auch das Mai-Fest, das Sommer-Großfest und das Silvesterfest gute Gelegenheiten, die lokale Festkultur zu erleben.
Anfahrt
Am bequemsten erreicht man Wakamiya-Hachimangū mit der Yokohama Municipal Subway Blue Line bis zur Station Gumyōji oder Maida und geht dann etwa 6 bis 8 Minuten zu Fuß bis zum Schrein-Eingang. Nach dem Verlassen von Gumyōji- oder Maida-Station folgt man den sanft ansteigenden Wohnstraßen in Richtung Ōoka und geht weiter nach Ōoka 1-chōme; dort erscheinen auf dem Hügel der Torii-Bogen und die Steinstufen.
Highlights
Die größte Besonderheit von Wakamiya-Hachimangū ist seine tiefe Herkunft aus der Kamakura-Zeit und seine historische Stellung als lokaler Hauptschutzschrein im Minami-Bezirk von Yokohama. Überliefert wird, dass der Schrein im Jahr 1193 von Minamoto no Yoritomo als Nebenheiligtum des Wakamiya-Hachimangū im Gelände des Tsurugaoka-Hachimangū gegründet wurde und zugleich den Bereich des Kuraki-Gun in Richtung der Kimon-Seite von Kamakura schützte, also des heutigen Gebiets um Yokohama. Auf dem Gelände werden Ōsazaru no Mikoto, Hondawake no Mikoto, Takemikazuchi no Mikoto, Amaterasu Ōmikami und mehrere weitere Gottheiten verehrt, wodurch Schutz für Kriegsglück, Erfolg, Verkehr, häuslichen Frieden und eine gute Ernte abgedeckt wird. Das 1964 neu errichtete Hachiman-Schreingebäude ist für seine zinnoberrote und farbenprächtige Gestaltung bekannt; das Hauptheiligtum besteht aus Stahlbeton, während Haiden und Heiden aus Holz gebaut sind, was in dieser Art von Schreinarchitektur ungewöhnlich ist. Der Schrein liegt auf einer Anhöhe in Ōoka, in ruhiger Wohnumgebung, und bietet einen stillen Raum für Gebet und Spaziergänge mitten in der Stadt.
Sehenswertes
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Wakamiya-Hachimangū verteilen sich auf das schmale Gelände des Ōoka-Hügels und entfalten sich stufenweise von der Steintreppe aus nach oben. ・Torii und Stein-Pilgerweg: Am Eingang steht ein traditioneller Torii, und sobald man aus dem Wohnviertel einbiegt, sieht man den steil ansteigenden Steinweg mit dem feierlichen Gefühl, einen Hügel zur Verehrung zu erklimmen. ・Schreingebäude (Haiden und Hauptheiligtum): Die heutige Anlage ist ein 1964 neu errichtetes Hachiman-zukuri-Gebäude mit Kupferdach. Die zinnoberrote Fassade und die farbenprächtigen Verzierungen wirken aus der Ferne modern, bewahren aus der Nähe jedoch die Details eines traditionellen hölzernen Schreins. Haiden und Heiden sind aus Holz, das Hauptheiligtum ist aus Stahlbeton; diese Verbindung klassischer Formen mit moderner Technik ist selten. ・Nebenschreine und Steinmonumente: Auf dem Gelände befinden sich außerdem kleine Schreine wie Sengen-Schrein, Tenman-gū, Kumano-Schrein und Fushimi-Inari-Daimyōjin. Sie spiegeln den historischen Hintergrund wider, dass im Meiji-Zeitalter mehrere lokale Heiligtümer hier zusammengelegt wurden. Auf der linken Seite sieht man außerdem mit der Fuji-Gemeinschaft verbundene Gedenksteine und weitere Erinnerungssteine, die Spuren des Volksglaubens und des lokalen Gemeinschaftslebens zeigen. ・Platz und Aussicht von der Anhöhe: Der Vorplatz vor dem Schrein ist zwar klein, bietet aber eine offene Sicht und erlaubt den Blick auf Teile des Wohnviertels von Ōoka. Hier finden häufig Feste und Silvesterveranstaltungen statt; der Platz ist ein guter Ort für Treffen der Anwohner und Erinnerungsfotos.
Öffnungszeiten & Eintritt
Wakamiya-Hachimangū kann normalerweise frei besucht werden; der Zutritt zum Gelände ist kostenlos. Die Vergabe von Goshuin ist in der Regel tagsüber bis vor Sonnenuntergang möglich, meist bis etwa 17:00 Uhr, wobei die genauen Zeiten je nach Tagesplan oder Anwesenheit des Shintō-Personals variieren können. Nach den verfügbaren Informationen gibt es keinen ausdrücklich veröffentlichten festen Ruhetag; während der Festzeiten ist das Gelände lebhafter und einzelne Bereiche können verkehrsbedingt eingeschränkt sein. Zu den wichtigsten Jahresveranstaltungen gehören das Mai-Fest am 7. Mai, das Großfest am vierten Samstag und Sonntag im August sowie das Silvesterfest am 31. Dezember. Zu diesen Zeiten nimmt der Andrang deutlich zu.
Adresse
5-1 Ōoka 1-chōme, Minami-ku, Yokohama-shi, Kanagawa 232-0061, Japan
Reisetipps
Ein Besuch von Wakamiya-Hachimangū lässt sich gut als Teil eines Spaziergangs durch den südlichen Teil Yokohamas und die Gegend um Gumyōji planen, etwa in Kombination mit der Einkaufspassage Gumyōji Kannon-dōri und dem Gumyōji-Kannon-Tempel. Vom Frühling bis zum Frühsommer ist das Wetter mild und eignet sich gut für einen Fußweg entlang des Ōoka-Flusses und der Hügellandschaft; das Sommer-Großfest ist zwar lebhaft, bringt aber hohe Temperaturen und viele Menschen mit sich, daher sind Sonnenschutz und Wasser empfehlenswert. Auf dem Gelände gibt es keine öffentlichen Toiletten, daher sollte man die Station oder Geschäfte in der Umgebung vorher nutzen. Da der Schrein auf einer Anhöhe liegt und nur über Steinstufen erreichbar ist, sollten mobilitätseingeschränkte Besucher vorsichtig sein; bei Regen sind die Stufen rutschig, deshalb sind rutschfeste Schuhe ratsam. Während der Feste, zu Neujahr und beim Silvesterfest kann es zu Warteschlangen am Hauptgebäude und zu angepassten Besuchswegen kommen; bitte beim Fotografieren den Gebetsverkehr meiden und ruhig bleiben.
Essen in der Nähe
Die Umgebung von Wakamiya-Hachimangū ist vor allem ein Wohngebiet, daher konzentrieren sich Essensmöglichkeiten auf die Einkaufszonen rund um die nahegelegenen Bahnhöfe, besonders auf das Gebiet um Gumyōji Station. Die Gumyōji Kannon-dōri-Einkaufspassage, etwa 10 Gehminuten vom Schrein entfernt, bietet mehrere traditionelle Speiselokale, Ramen-Läden und Cafés und eignet sich sehr gut für eine Mahlzeit oder Pause vor oder nach dem Besuch. Auch rund um Maida Station gibt es Bento-Läden, Cafés großer Ketten, Familienrestaurants und Izakaya, sodass sich je nach Reiseverlauf flexible Optionen ergeben. Während der Festzeiten, besonders beim Sommer-Großfest und beim Silvesterfest, können in der Anlage oder entlang des Pilgerwegs Verkaufsstände auftauchen, die Takoyaki, Yakitori und Yakisoba anbieten und damit ein klassisches japanisches Festambiente vermitteln.
Häufige Fragen
Q:Welche Gottheiten werden in Wakamiya-Hachimangū hauptsächlich verehrt? A:Wakamiya-Hachimangū verehrt vor allem Ōsazaru no Mikoto und Hondawake no Mikoto sowie mehrere weitere Gottheiten und wird als lokaler Hachiman-Schrein und Gesamt-Schutzschrein verehrt. Außerdem werden Takemikazuchi no Mikoto, Michishirube no Mikoto, Sarutahiko no Mikoto, Ichikishimahime no Mikoto, Kotowari-otoko no Mikoto, Izanami no Mikoto und Amaterasu Ōmikami verehrt, wodurch Schutz für Kriegsglück, Verkehrssicherheit, Erfolg, Studium, häuslichen Frieden und eine gute Ernte umfasst wird. Q:Wann wurde Wakamiya-Hachimangū gegründet und was ist sein historischer Hintergrund? A:Wakamiya-Hachimangū soll im Jahr 1193 gegründet worden sein, als Minamoto no Yoritomo ihn als Nebenheiligtum des Wakamiya-Hachimangū im Gelände des Tsurugaoka-Hachimangū errichten ließ. Er diente als Schutzschrein für das Gebiet des Kuraki-Gun in Richtung der Kimon-Seite von Kamakura, also für den heutigen Raum Yokohama. Im Jahr 1873 wurde er als Dorfschrein eingestuft, und 1908 wurden Kashima-Schrein, Ise-Schrein, Shinmei-Schrein, Kumano-Schrein, Sarutahiko-Schrein, Dōsojin-Schrein und Benten-Schrein zusammengelegt; so wurde er zum Gesamt-Schutzschrein für die umliegenden 18 Stadtviertel. 1964 wurde die heutige Hachiman-Schreinanlage neu errichtet. Q:Wie kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Wakamiya-Hachimangū? A:Man fährt mit der Yokohama Municipal Subway Blue Line bis zur Station Gumyōji oder Maida und geht dann etwa 6 bis 8 Minuten zu Fuß zum Schrein auf der Anhöhe in Ōoka 1-chōme. Von Gumyōji-Station geht man grob in Richtung Ōoka durch kleine Wohnstraßen und steigt über einen Hang oder Treppen hinauf, bis der Torii-Bogen sichtbar wird; von Maida-Station aus ist der Fußweg entsprechend möglich. Q:Fällt für Wakamiya-Hachimangū Eintritt oder eine Besichtigungsgebühr an? A:Wakamiya-Hachimangū ist normalerweise kostenlos zugänglich; es wird weder Eintritt noch eine Besichtigungsgebühr erhoben. Wer Omamori, Ema oder Goshuin erhalten möchte, bezahlt lediglich die jeweils angegebene Spende oder Gebühr. Q:Kann man in Wakamiya-Hachimangū ein Goshuin erhalten, und wann? A:Wakamiya-Hachimangū bietet Goshuin an, die normalerweise tagsüber bis vor Sonnenuntergang, etwa bis 17:00 Uhr, im Schreinbüro beantragt werden können. Da der offizielle Tagesplan nicht klar veröffentlicht ist, empfiehlt sich eine Ankunft am frühen Nachmittag und etwas zeitliche Reserve, falls die Annahme wegen Abwesenheit des Schreinpersonals oder Vorbereitungen für ein Fest vorübergehend unterbrochen ist. Q:Welche wichtigen Feste und Veranstaltungen gibt es in Wakamiya-Hachimangū? A:Zu den wichtigsten Veranstaltungen von Wakamiya-Hachimangū gehören das Mai-Fest am 7. Mai, das Großfest am vierten Samstag und Sonntag im August sowie das Silvesterfest am 31. Dezember. Während des Großfests gibt es Mikoshi, rituelle Zeremonien und Verkaufsstände; beim Silvesterfest wird das neue Jahr mit dem Schlagen großer Taiko-Trommeln begrüßt und zieht viele lokale Besucher an. Q:Gibt es in der Nähe von Wakamiya-Hachimangū Parkplätze? A:Die öffentlich verfügbaren Informationen betonen vor allem die Anreise mit der Bahn und nennen keinen großen eigenen Parkplatz. Wer mit dem Auto anreist, kann in der Umgebung gebührenpflichtige Parkplätze suchen und dann den Hügel zum Schrein hinaufgehen; in der Hauptsaison oder während der Feste sind die Straßen im Wohngebiet schmal, daher ist die Anreise mit der Bahn meist praktischer, um Staus und Parkplatzprobleme zu vermeiden. Q:Gibt es besondere Benimmregeln für einen Besuch von Wakamiya-Hachimangū? A:Für den Besuch von Wakamiya-Hachimangū gelten die üblichen Regeln für Shintō-Schreine in Japan, etwa das Reinigen der Hände am Wasserbecken und das Gebet vor dem Haiden mit „zweimal verbeugen, zweimal klatschen, einmal verbeugen“. Beim Fotografieren sollte man Menschen, die gerade beten, nicht aus nächster Nähe aufnehmen; während der Feste ist es wichtig, den Anweisungen des Personals zu folgen und den Weg von Mikoshi oder Festumzügen nicht zu blockieren, damit der Besuch den religiösen Rahmen respektiert.