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Maita-Burgruine

Japan · 横浜市南区 · Sonstiges

蒔田城跡
掬茶 / CC BY-SA 3.0 — via Wikimedia Commons

Bildquelle: Wikimedia Commons; Lizenzangaben wie angegeben.

Überblick

Die Maita-Burgruine ist eine mittelalterliche Burgenanlage auf dem Hochplateau von Maita-chō im Minami-ku der Stadt Yokohama in der Präfektur Kanagawa. Sie gilt als Standort der Burg Maita, der Residenz des Kira-Klans in der Muromachi- bis Sengoku-Zeit. Von der eigentlichen Burganlage sind heute keine deutlich erkennbaren Reste mehr erhalten; der größte Teil des Geländes liegt auf dem Campus der Aoyama-Gakuin Yokohama Eiwa Junior and Senior High School (Schulstiftung Yokohama Eiwa Gakuin), sodass Reisende die Anlage in der Regel nur von außerhalb des Schultors und aus den umliegenden Parks über Hinweistafeln und die Geländestruktur erahnen können. In der Umgebung sind außerdem der Shōkoku-ji als buddhistische Familien- und Ahnenstätte des Kira-Klans sowie die Gedenkstöpa der Kira-Familie erhalten, was den Ort besonders für Reisende mit Interesse an der Sengoku-Geschichte und der Lokalgeschichte Yokohamas attraktiv macht.

Anfahrt

Am bequemsten erreicht man die Maita-Burgruine mit der blauen Linie der Yokohama Municipal Subway bis zur Station Maita. Von dort sind es zu Fuß etwa 4 bis 10 Minuten bis in die Umgebung der Burgstelle und zum Tor der Aoyama-Gakuin Yokohama Eiwa Junior and Senior High School. Nach dem Verlassen der Station folgt man den Schildern Richtung Maita no Mori Park und Aoyama Gakuin Yokohama Eiwa; über eine Rampe oder Treppe gelangt man hinauf auf das Hochplateau und zur Gegend am Schultor, wo die Erklärungstafel zur Burg Maita steht.

Highlights

Das größte Merkmal der Maita-Burgruine ist, dass sie zu den seltenen mittelalterlichen Burgenanlagen innerhalb des Stadtgebiets von Yokohama gehört und als einer der wichtigen Stützpunkte des Kira-Klans, eines Seitenzweigs des Ashikaga-Hauses, in der Kantō-Region gilt. Die Burg wurde als Hira-Yama-Burg auf einem Gelände aus Hochplateau und Talmulde errichtet. Zwar sind die meisten baulichen Reste verschwunden, doch lassen sich anhand von Geländekanten, Gräben und Spuren von niedrigen Nebenhöfen noch immer die einstige Verteidigungsanlage und ihre Struktur erahnen. Die vor Ort angebrachte Erklärungstafel „Seibi-Gakuen-Ruinen / Maita-Burg“ beschreibt die Schichten von Überresten aus der Jōmon- bis zur Nara-Zeit sowie die Burgenreste aus der Sengoku-Zeit und hilft dabei, die lange Siedlungsgeschichte dieses Ortes zu verstehen. Am Südosthang der Burgstelle befindet sich der Shōkoku-ji mit den als „Kira-Familien-Gedenkstöpa“ bekannten Goro-tō-Pagoden, die als lokale historische Stätte der Stadt Yokohama ausgewiesen sind und einen wichtigen Bezugspunkt für einen Spaziergang zwischen der Burgstelle und der Geschichte des Kira-Klans bilden.

Sehenswertes

1. Maita-Burgruine und Erklärungstafel der Seibi-Gakuen-Ruinen: Der heutige Standort der Burgruine liegt auf dem Gelände der Aoyama-Gakuin Yokohama Eiwa Junior and Senior High School; an einer Seite des Schultors steht eine Erklärungstafel zu den „Seibi-Gakuen-Ruinen (Maita-Burg)“, die einen Überblick über die Residenz der Kira und die bei Ausgrabungen gefundenen Überreste gibt, darunter auch Fragmente eines Feuerbeckens aus der Sengoku-Zeit, die bei einer Untersuchung im Jahr 1984 entdeckt wurden. 2. Hochplateau und Hira-Yama-Burg-Landschaft: Die Burg Maita wurde auf einem Hochplateau am rechten Ufer des Ōoka-Flusses in etwa 35 Metern Höhe errichtet und gehört zur Form einer Hira-Yama-Burg. Obwohl die Burgenreste bei den Schulbauarbeiten größtenteils eingeebnet wurden, lassen sich beim Rundgang um den Campus die Kanten des Hochplateaus, die Talmulden und sanften Hänge erkennen und geben Anlass, sich die Anordnung von Haupt- und Nebenhöfen vorzustellen. 3. Umgebung des Maita no Mori Parks: Die Gegend um den Maita no Mori Park gilt als früherer „Pferdeplatz“-Bereich der Burg Maita und wurde einst auch als Baba no Mori oder Baba-dani bezeichnet. Heute ist sie ein grüner Stadtteilpark und ein guter Rastpunkt auf dem Spazierweg zur Burgstelle. 4. Shōkoku-ji und Kira-Familien-Gedenkstöpa: Der Ryūshō-san Shōkoku-ji am Südosthang der Burgstelle gilt als buddhistische Familien- und Ahnenstätte des Kira-Klans. Die vier Goro-tō-Pagoden auf dem Tempelgelände werden als „Kira-Familien-Gedenkstöpa“ bezeichnet und sind als lokale historische Stätte der Stadt Yokohama registriert; sie sind ein wichtiges materielles Zeugnis für das Verständnis der Geschichte des Maita-Zweigs der Kira. 5. Spazierroute zur Burg Maita: Die lokale Geschichtsforschung im Minami-ku bietet eine „Spazierkarte zur Burg Maita“ an, die an der städtischen U-Bahn-Station Maita beginnt, über Orte wie die Hyakudan-zaka und den Nishi-Mori-Inari-Schrein zu einer etwa 2 Kilometer langen Route führt und sich gut mit einem Besuch der Burgstelle und der umliegenden Tempel und Schreine verbinden lässt.

Öffnungszeiten & Eintritt

Die eigentliche Maita-Burgruine befindet sich auf dem Campus der Aoyama-Gakuin Yokohama Eiwa Junior and Senior High School (Schulstiftung Yokohama Eiwa Gakuin) und liegt damit auf Schulgelände, das dem allgemeinen Besuch in der Regel nicht offensteht. Reisende können nur von außerhalb des Schultors und entlang der umliegenden Straßen die Erklärungstafel und die Geländestruktur betrachten. Die Burgruine selbst hat daher keine eigene Öffnungszeit und kein Ticketsystem; empfohlen wird ein Aufenthalt als Spaziergang im Freien und zur Außenbesichtigung, wobei die Ruhe und die Regeln des Schulgeländes respektiert werden sollten. Öffentliche Bereiche wie der Maita no Mori Park und der Shōkoku-ji können sich jeweils nach ihren eigenen Öffnungszeiten beziehungsweise Tempelabläufen frei besuchen lassen und sind in der Regel eintrittsfrei, doch für besondere Kulturgüter innerhalb des Tempels können vor Ort abweichende Regeln gelten.

Adresse

124 Hara, Maita-chō, Minami-ku, Yokohama, Präfektur Kanagawa (vermuteter Standort der Maita-Burgruine und der Aoyama-Gakuin Yokohama Eiwa Junior and Senior High School)

Reisetipps

Für einen Besuch der Maita-Burgruine eignet sich am besten ein halbtägiger bis eintägiger historischer Spaziergang im Stadtgebiet von Yokohama, kombiniert mit dem Maita no Mori Park, dem Shōkoku-ji und den umliegenden Einkaufsstraßen. Da sich die Burgstelle auf dem Gelände einer Schule befindet, kann man meist nur von außerhalb des Schultors und von den umliegenden Straßen aus beobachten; bitte das Schulgelände nicht unbefugt betreten und den Unterrichts- sowie Schulweg nicht stören. Beim Fotografieren sollte man darauf achten, keine Schüler oder Lehrkräfte erkennbar aufzunehmen. Das Gebiet ist hügelig, und der Weg zum Schultor führt über steile Hänge und Treppen; daher sind bequeme und rutschfeste Schuhe zu empfehlen, und bei Regen ist besondere Vorsicht wegen glatter Wege nötig. Reisende mit geringerer Kondition sollten ausreichend Gehzeit einplanen. Wer sich tiefer mit der Maita-Burg und dem Kira-Klan befassen möchte, sollte auf Sonderausstellungen oder Vorträge von Einrichtungen wie dem Yokohama City History Museum achten, da diese oft einen umfassenderen historischen Kontext bieten als die Tafeln vor Ort.

Essen in der Nähe

Die Umgebung der Maita-Burgruine ist ein Wohn- und Schulviertel; die nächsten Essensmöglichkeiten konzentrieren sich auf den Bereich vor der U-Bahn-Station Maita und die Ōdōri-Einkaufsstraße. Dort findet man unter anderem japanische Familienrestaurants, Ramen-Lokale, Cafés und Filialen von Schnellrestaurants, die meist zur Mittags- und Abendzeit geöffnet sind und sich gut für eine Mahlzeit vor oder nach dem Besuch eignen. Vom Maita no Mori Park und der Umgebung der Burgstelle gelangt man in nur wenigen Minuten zu Fuß zurück zur Station Maita. Alternativ kann man auch zuerst im Zentrum von Yokohama, etwa in Kannai oder Sakuragichō, essen und danach zum Spaziergang herkommen, als ruhigen Abstecher innerhalb eines Stadtausflugs.

Häufige Fragen

Q:Kann man heute noch Burgmauern oder andere Burgreste an der Maita-Burgruine sehen? A:An der Maita-Burgruine sind heute keine deutlich erkennbaren großen Reste wie Burgmauern, Erdwälle oder Gräben mehr erhalten. Die wichtigsten Strukturen wurden vermutlich beim Schulbau eingeebnet. Vor Ort sichtbar sind vor allem die Erklärungstafel und die Geländestufen des Hochplateaus sowie die an den Hängen erkennbaren Höhenunterschiede, die als Spuren von Gräben und Nebenhöfen gedeutet werden. Für ein Verständnis der einstigen Burgform braucht es daher Vorstellungskraft und die Erläuterungen der Tafeln. Q:Können allgemeine Besucher das Gelände der Maita-Burgruine betreten? A:Allgemeine Besucher können den Kernbereich der Maita-Burgruine nicht frei betreten, da sich die Burgstelle auf dem Campus der Aoyama-Gakuin Yokohama Eiwa Junior and Senior High School befindet und damit auf privatem Bildungsgelände liegt. Besucher können die Erklärungstafel und die Geländestruktur von außerhalb des Schultors und entlang der Umzäunung besichtigen und den Spaziergang mit öffentlichen Bereichen wie dem Maita no Mori Park und dem Shōkoku-ji verbinden; das unbefugte Betreten des Schulgeländes oder längeres Warten am Tor sollte vermieden werden, um den Schulbetrieb nicht zu stören. Q:Wie kommt man zur Maita-Burgruine? A:Am bequemsten fährt man mit der blauen Linie der Yokohama Municipal Subway bis zur Station Maita und geht dann zu Fuß zur Umgebung der Burgstelle. Von der Station folgt man den Wegweisern Richtung Maita no Mori Park und Aoyama Gakuin Yokohama Eiwa; nach etwa 4 bis 10 Minuten erreicht man den Bereich am Schultor mit der Erklärungstafel zur Burg Maita. Unterwegs gibt es Hänge und Treppen, daher sollte man ausreichend Gehzeit einplanen. Q:Welche Beziehung besteht zwischen der Maita-Burg und dem Kira-Klan? A:Die Maita-Burg gilt als die Residenz des Kira-Klans in Maita, eines Seitenzweigs des Ashikaga-Hauses, der in der Gegend von Musashi-Setagaya herrschte. Sie wird auch „Maita-Gosho“ oder „Kira-Klan-Residenz“ genannt. Als Burgherr gilt allgemein Kira Yasukane, der Sohn des Setagaya-Burgherrn Kira Shigetaka und Schwiegersohn von Hōjō Ujitsuna, auch wenn es in den Details noch Forschungsbedarf gibt. Die Gedenkstöpa der Kira-Familie im Shōkoku-ji zeigen jedoch deutlich die enge historische Verbindung zwischen Maita und dem Kira-Klan. Q:Braucht man für den Besuch der Maita-Burgruine eine Reservierung oder Eintrittskarte? A:Für die Maita-Burgruine gibt es kein eigenes Reservierungs- oder Ticketsystem, da der Kernbereich Schulgelände und keine reguläre Touristenanlage ist. Solange man während der Schulzeit ruhig bleibt, keine Aufnahmen vom Schulgelände macht und sich auf öffentlichen Wegen sowie in den Parkbereichen aufhält, ist kein Eintritt erforderlich. Man sollte jedoch nicht erwarten, die Anlage wie eine typische historische Burg frei betreten oder erklimmen zu können.

Karte

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