Funtriper
← Zurück zu den Sehenswürdigkeiten

Qiu-Liang-Gong-Althaus

Taiwan · Kreis Kinmen · 金城鎮 · Historische Stätten

邱良功古厝
資料來源:交通部觀光署(GODL)

Bildquelle: Taiwan_Opendata; Lizenzangaben wie angegeben.

Überblick

Dieses Gebäude ist der Ahnen- und ehemalige Wohnsitz der Familie Qiu Lianggong und befindet sich im mittleren Abschnitt der Wujiang-Straße in der Stadt Jincheng. Im Haus ist noch ein quadratischer Bronzespiegel erhalten; außerdem gibt es zwei mit Drachenreliefs verzierte Steintafeln mit kaiserlichem Edikt, jeweils 61 Zentimeter hoch und 85 Zentimeter breit. Die beiden Schriftzeichen für „kaiserliches Edikt“ messen auf jeder Tafel etwa zwölf Zentimeter im Quadrat. Überliefert wird, dass Lianggong nach seiner Ernennung in den Adelsstand sei; als der Kaiser von seinem schlichten Haus hörte, ließ er ein Adelsresidenzgebäude errichten und schenkte zwei solche Steintafeln, die ursprünglich vor dem Haupttor der Residenz als Torrahmen aufgestellt werden sollten. Das Gebäude folgt dem traditionellen Aufbau einer Einzelhofanlage mit vier Anbauten, linker Auskragung und Mauerumfassung.

Highlights

Das Qiu-Liang-Gong-Althaus ist ein traditionelles Wohnhaus der Minnan-Architektur aus der Qing-Zeit und ein denkmalgeschütztes Bauwerk der Kreisverwaltung in der Wujiang-Straße von Jincheng auf Kinmen. Es war einst der Ahnen- und ehemalige Wohnsitz von Qiu Lianggong, dem kaiserlichen Wasser- und Landadmiral von Zhejiang in der Qing-Dynastie. Das Gebäude folgt dem traditionellen Grundriss einer Einzelhofanlage mit vier Anbauten; sein schlichtes, zurückhaltendes Äußeres birgt jedoch wertvolle historische Zeugnisse wie den quadratischen Bronzespiegel und die mit Drachen verzierten Steintafeln mit kaiserlichem Edikt und zeigt so den Lebensstil einer aufgestiegenen, aber nicht prunksüchtigen lokalen Gelehrten- und Beamtenfamilie auf Kinmen.

Sehenswertes

1. Bauform und äußeres Erscheinungsbild: Das Qiu-Liang-Gong-Althaus besteht aus zwei verbundenen Dreiflügelhöfen und folgt der traditionellen Minnan-Bauform einer Einzelhofanlage mit vier Anbauten. Die untere Hälfte der Wände ist aus großen Steinen errichtet, die obere Hälfte kombiniert Ziegel, Stein und Holz; das Dach ist mit roten Ziegeln gedeckt, und im Inneren sind rote Ziegelsteine als Boden verlegt. Insgesamt vermittelt das Haus den schlichten und zurückhaltenden Stil eines traditionellen großen Hauses auf Kinmen. 2. Ahnenhaus und Spuren des Alltags: Das Althaus war ursprünglich der Ahnen- und ehemalige Wohnsitz von Qiu Lianggong. Obwohl es einst stark verfallen war, wurde es nach einer gemeinsamen Restaurierung durch die Kreisverwaltung und die Familie weitgehend im traditionellen Erscheinungsbild erhalten. Besucher können so in den alten Gassen die räumlichen Maßstäbe und die Alltagsatmosphäre einer Gelehrtenfamilie aus der Qing-Zeit auf Kinmen nachempfinden. 3. Quadratischer Bronzespiegel: Im Haus ist noch ein quadratischer Bronzespiegel erhalten, der als Zeugnis des damaligen Gebrauchs durch den Hausherren und als Familienerbstück gilt. Zusammen mit der schlichten Ausstattung und den Baumaterialien des Hauses verdeutlicht er die Lebenskultur einer Beamtenfamilie auf Kinmen, die gesellschaftlich angesehen, aber nicht luxuriös lebte. 4. Steintafeln mit kaiserlichem Edikt und Drachenrelief: Im Althaus befinden sich zwei Steintafeln mit Drachenreliefs und kaiserlichem Edikt. Jede Tafel ist etwa 61 Zentimeter hoch und 85 Zentimeter breit; die beiden Schriftzeichen „kaiserliches Edikt“ sind jeweils ungefähr zwölf Zentimeter im Quadrat. Der Überlieferung zufolge erhielt Qiu Lianggong diese Tafeln, nachdem er in den Adelsstand erhoben worden war. Weil der Kaiser von seinem schlichten Haus erfahren hatte, wurde ihm ein Adelsresidenzbau zugesprochen; die Tafeln waren als Torrahmen für das Haupttor dieser Residenz vorgesehen, kamen jedoch aus unbekannten Gründen nie dort zum Einsatz und blieben im Ahnenhaus erhalten, wo sie heute als besonders erzählkräftige Haus- und Schutzobjekte gelten. 5. Luftschutzbunker und Erinnerung an die Kriegszeit: Im Bereich des Althauses befindet sich außerdem ein während der Schlacht von 823 ergänzter Luftschutzbunker. So überlagern sich in einem einzigen Raum die traditionelle Qing-Zeit-Wohnkultur und die moderne Kriegsinselgeschichte, wodurch sich auf Kinmen mehrere historische Schichten von der Qing-Zeit bis zur Verwaltung in der Kriegszeit zugleich ablesen lassen. 6. Qiu-Hof und Straßenatmosphäre: Vor dem Althaus liegt ein Platz, der von den Anwohnern „Qiu-Cuo-Dang“ genannt wird. Er ist mit den Gassen des alten Viertels Houpu, dem nahe gelegenen Kommandantenamt von Jinmen aus der Qing-Zeit und weiteren historischen Bauten verbunden und eignet sich gut für einen Rundgang zu Fuß, um den vollständigen historischen Charakter der Altstadt von Jincheng zu erleben.

Adresse

893 Jinmen, Stadt Jincheng, Wujiang-Straße 27 Telefon: (08)2328638

Reisetipps

Ein Besuch des Qiu-Liang-Gong-Althauses lässt sich am besten als Zwischenstopp bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Houpu in Jincheng einplanen. Es liegt im mittleren Abschnitt der Wujiang-Straße und ist gut zu Fuß oder mit dem Motorroller erreichbar; das Viertel ist kompakt und eignet sich für langsames Gehen und Fotografieren. Im Frühling und Herbst ist das Klima auf Kinmen meist angenehmer; bei weicherem Licht und weniger starkem Wind ist das Flanieren in den Altstadtgassen und rund um das Althaus besonders angenehm. Im Winter sind die nordöstlichen Monsunwinde stark und die gefühlte Temperatur eher niedrig, während im Sommer die Sonneneinstrahlung sehr intensiv ist. Daher empfiehlt es sich, die heiße Mittagszeit für Aufenthalte im Freien, im Innenhof und auf dem Vorplatz zu meiden. Für den Besuch werden bequeme geschlossene Schuhe oder Sportschuhe empfohlen, da das Althaus traditionelle rote Ziegelböden und Hofbereiche mit Niveauunterschieden aufweist. Das ist sicherer und bequemer und ermöglicht zugleich einen Abstecher zu nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten wie dem Kommandantenamt von Jinmen aus der Qing-Zeit. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Objekt und zugleich um einen privaten Familienraum handelt, sollten Besucher auf Hinweisschilder achten, nicht klettern, nicht ritzen und keine historischen Bauteile oder Steintafeln mit kaiserlichem Edikt berühren. Beim Fotografieren ist auf mögliche Verbotszonen oder Einschränkungen zu achten; außerdem sollte man ruhig bleiben, um die Anwohner zu respektieren und die Denkmalumgebung zu schützen. Wer länger in der Altstadt von Jincheng bleibt, kann sich vorab über Busverbindungen oder Taxiinformationen auf Kinmen informieren und die Route anhand des Verkehrsknotens beim Bahnhof von Jincheng planen, um andere Siedlungen oder Kriegsschauplätze leichter anzuschließen.

Essen in der Nähe

Der Bereich um Houpu in Jincheng ist eines der wichtigsten Viertel auf Kinmen. Rund um die Wujiang-Straße, an der das Qiu-Liang-Gong-Althaus liegt, gibt es zahlreiche Imbiss- und Getränkeläden. Das eignet sich gut, um beim Besuch historischer Stätten zwischendurch lokale Spezialitäten von Kinmen sowie leichte Mahlzeiten und Snacks zu probieren; Marken und Speisenangebot richten sich jedoch nach dem tatsächlichen Tagesbetrieb vor Ort.

Häufige Fragen

Q:Was ist im Qiu-Liang-Gong-Althaus vor allem sehenswert? A:Zu den Hauptattraktionen des Qiu-Liang-Gong-Althauses gehören der traditionelle Grundriss eines großen Minnan-Hauses, der quadratische Bronzespiegel, die mit Drachen verzierten Steintafeln mit kaiserlichem Edikt sowie die historische Atmosphäre des zusammenhängenden Altstadtviertels von Houpu. Obwohl das Gebäude der Ahnen- und ehemalige Wohnsitz eines angesehenen Militärs ist, wirkt es äußerlich sehr schlicht. An den Details wie den Steinmauern, dem roten Ziegeldach und dem roten Ziegelfußboden lässt sich der zurückhaltende Lebensstil einer Beamten- und Gelehrtenfamilie aus der Qing-Zeit auf Kinmen erkennen; der erhaltene Bronzespiegel und die Steintafeln bewahren zudem die Legende von Qiu Lianggongs Auszeichnung und der kaiserlichen Schenkung einer Adelsresidenz. Q:Welche Beziehung besteht zwischen dem Qiu-Liang-Gong-Althaus und dem Qiu-Liang-Gong-Mutter-Tempel der Tugend und Frömmigkeit? A:Das Qiu-Liang-Gong-Althaus ist der Ahnen- und ehemalige Wohnsitz von Qiu Lianggong, während der Qiu-Liang-Gong-Mutter-Tempel der Tugend und Frömmigkeit als Ehrenbogen zur Würdigung der Tugend und Frömmigkeit seiner Mutter errichtet wurde. Es handelt sich also um unterschiedliche Bauwerke, die jedoch beide mit der Familie Qiu und ihren herausragenden Leistungen verbunden sind. Besucher können in Jincheng den Ehrenbogen, das Althaus und nahe gelegene historische Bauten zu Fuß verbinden, um aus verschiedenen Perspektiven – Familienwohnsitz, Ehrenbogen und Amtsarchitektur – die Bedeutung von Qiu Lianggong und seiner Familie für die lokale Gesellschaft auf Kinmen und die Militärgeschichte der Qing-Zeit zu verstehen. Q:Muss man für einen Besuch des Qiu-Liang-Gong-Althauses reservieren oder Eintritt zahlen? A:Die öffentlich zugänglichen Informationen besagen lediglich, dass das Qiu-Liang-Gong-Althaus ein von der Kreisverwaltung Kinmen ausgewiesenes Denkmal und historisches Gebäude ist. Ob eine Reservierung oder ein Ticket erforderlich ist, richtet sich nach den Hinweisen vor Ort und den jeweils aktuellen Bestimmungen der Kreisregierung von Kinmen. Es wird empfohlen, vor der Abreise die offiziellen Tourismus- und Kreisverwaltungsinformationen von Kinmen zu prüfen oder im Besucherzentrum von Jincheng nachzufragen, um die geöffneten Bereiche, Führungsangebote und mögliche Besuchshinweise zu erfahren und den Ablauf reibungslos zu gestalten. Q:Welche Sehenswürdigkeiten kann man mit dem Qiu-Liang-Gong-Althaus gut kombinieren? A:Das Qiu-Liang-Gong-Althaus lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Altstadt von Houpu in Jincheng, dem Kommandantenamt von Jinmen aus der Qing-Zeit und den benachbarten historischen Gebäuden kombinieren. So entsteht eine kompakte kulturelle Route durch das Stadtviertel. Da das Althaus im Stadtbereich von Houpu liegt und nur eine kurze Entfernung vom denkmalgeschützten Kommandantenamt von Jinmen aus der Qing-Zeit entfernt ist, befinden sich in der Umgebung außerdem mehrere traditionelle Wohnhäuser und neuzeitliche Herrenhäuser. Je nach verfügbarer Zeit kann man eine halbtägige oder noch kürzere Kulturrunde durch Jincheng planen und so die Militär-, Handels- und Clan-Geschichte Kinmens vertieft kennenlernen.

Karte

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

將軍第 0.1 km

將軍第

金城鎮 · Historische Stätten

將軍第 ist der einstige Wohnsitz von Lu Chengjin, der am Ende der Qing-Dynastie zum Wuxian-Generalleutnant ernannt wurde. Lu Chengjin führte den Namen Weili und den Künstlernamen Fenting; er wurde im zweiten Jahr der Daoguang-Ära geboren und starb im 20. Jahr der Guangxu-Ära.

Qing-Jinmen-Zhen-Kommandantur 0.1 km

Qing-Jinmen-Zhen-Kommandantur

金城鎮 · Historische Stätten

Der Standort der Qing-Jinmen-Zhen-Kommandantur war ursprünglich der „Congqing-Pavillon“, der Überlieferung nach der Ort, an dem der Gelehrte Xu Xie, Jahrgang 1601 der Wanli-Ära der Ming-Dynastie, studierte. In der Kangxi-Zeit ließ General Chen Long die Kommandantur hierher verlegen, weil die alte Stadt Jinmen im späten Ming mehrfach von Krieg heimgesucht worden war und der Bezirk Houpu zugleich wuchs. Nach mehreren Umbauten entstand die heutige Anlage. Bis zur Einrichtung des Kreises Jinmen im Jahr 1915 blieb die Kommandantur das höchste Verwaltungszentrum und diente nacheinander als Kreisamt Jinmen, Kreisregierung Jinmen, Verwaltungsamt, Jinmen-Verteidigungsstab und mehr. Heute ist sie eine klassische Sehenswürdigkeit Jinmens und zugleich eines der vom Kreis ausgewiesenen Kulturdenkmäler.

Tsch'en Shih-yin-Landhaus 0.1 km

Tsch'en Shih-yin-Landhaus

金城鎮 · Historische Stätten

Das Tsch'en-Shih-yin-Landhaus ist ein historisches Herrenhaus im südlichen Minnan- und westlichen Stil, das die Geschichte der Überseechinesen auf Kinmen sowie die Erfolgsgeschichte eines Auswanderers nach Südostasien bezeugt. Der aus Gaokeng in Kinmen stammende Tsch'en Shih-yin wurde im Ausland mit Handel in Singapur und Indonesien wohlhabend und ließ das Gebäude um 1932 mit einem Aufwand von 30.000 Silberdollar errichten. Seit 2006 steht es unter dem Schutz als denkmalgeschütztes Kulturgut des Landkreises.

Kuí-Gel (Kuíxīng-Loi) 0.1 km

Kuí-Gel (Kuíxīng-Loi)

金城鎮 · Historische Stätten

Kuí-Gel, auf Kinmen auch „Kuíxīng-Loi“ genannt, wird ebenfalls Kuí-Loi oder Bagua-Loi genannt. Hier wird Kuíxīng verehrt, einer der fünf Wenchang-Gottheiten Chinas. Da Kinmen früher kein Landkreis war und daher keinen Konfuziustempel errichten durfte, ließ der in Hòupú ansässige Gelehrte Lín Fěizhāng, der den Grad eines Gòngshēng erlangt hatte, den Bau eines Ortes anregen, an dem die Schüler von Kinmen vor den kaiserlichen Prüfungen um Prüfungsglück beten konnten. Er spendete allein tausend Silbertael und ließ im 16. Jahr der Daoguang-Ära der Qing-Dynastie (1836) in Tǔshān-tóu in Hòupú, neben dem heutigen Herrenhaus von Chén Shìyín, einen pavillonartigen Bau errichten, in dem der Herr Kuíxīng verehrt wird. Die kunstvolle und schlichte Anlage ist heute über 180 Jahre alt, wurde 1955 und 1963 zweimal restauriert, dabei aber in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild bewahrt, und steht als denkmalgeschütztes Bauwerk auf Kreisebene.