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Saiganji

Japan · 京都市伏見区 · Tempel & Schreine

西岸寺
"西岸寺山門" by 濃間 is licensed under CC BY-SA 4.0. To view a copy of this license, visit https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/.

Bildquelle: Openverse; Lizenzangaben wie angegeben.

Überblick

Der Saiganji ist ein Tempel der Jōdo-Shinshū-Hongwanji-ha im Fushimi-Bezirk von Kyōto, im Stadtteil Fukakusa, und ist als Mausoleum von Shinrans Ehefrau Tamahime bekannt. Der Tempel ging aus einem kleinen Gebetsraum des aristokratischen Fujiwara-Clan-Tempels Hōshōji hervor und blickt auf eine rund 800-jährige Geschichte zurück. Heute machen die stille, würdige Haupthalle und die Atmosphäre um Tamahimes Grabstätte ihn zu einem versteckten kleinen Tempel für Reisende, die in Ruhe beten und mehr über die Familiengeschichte von Shinran erfahren möchten.

Anfahrt

Zum Saiganji fährt man mit der Keihan-Hauptlinie bis zur Station Fushimi-Momoyama, von dort sind es etwa 4–5 Minuten zu Fuß bis zum Tempeltor. Der Tempel verfügt über keinen eigenen Parkplatz; Reisenden mit Auto empfiehlt sich die Nutzung nahegelegener Münzparkplätze und der restliche Weg zu Fuß, was den Besuch deutlich bequemer macht.

Highlights

Das größte Merkmal des Saiganji ist seine Funktion als Grabstätte von Shinrans Ehefrau Tamahime, die an die historische Erinnerung an Shinran und seine Familie in der Zeit der religiösen Verfolgung erinnert. Der Tempel entstand ursprünglich als kleiner Gebetsraum des kaiserzeitlichen Fujiwara-Clan-Tempels Hōshōji aus der Heian-Zeit; später übernahm Tamahimes Begleiter Tamura Mitsutaka, auch Ariami genannt, die Anlage und machte daraus den Saiganji. So entstand ein ehrwürdiger Tempel mit rund 800 Jahren Geschichte, in dem Reisende in einer ruhigen Wohnstraße die lokale Tempelwelt von Fukakusa in Fushimi erleben können. In jüngerer Zeit erfüllt der Saiganji als einziger Jōdo-Shinshū-Hongwanji-ha-Tempel im Gebiet Fukakusa zudem die Rolle eines Otegatsugi-Tempels, der Hongwanji, Otani-Honzan und die örtlichen Gläubigen verbindet. Die Atmosphäre ist freundlich und bodenständig und eignet sich für Reisende, die dem Massentourismus entfliehen möchten.

Sehenswertes

Das Gelände des Saiganji ist zwar klein, wirkt aber ruhig und geordnet. Die wichtigsten Punkte lassen sich in folgender Reihenfolge besichtigen: 1. Tempeltor und Steininschrift: Der Eingang besteht aus einem schlichten kleinen Tor, daneben steht eine Steininschrift mit Tempelnamen und Schule. Sobald man von der Wohnstraße in die Anlage eintritt, ändert sich die Stimmung schlagartig zu still und abgeschieden, ganz im Stil eines alten Tempels, der sich in der Stadt verbirgt. 2. Haupthalle (Omidō): In der Haupthalle werden Amida Nyorai und die Gründer der Shinshu-Haupttradition verehrt. Das Innere ist vor allem von Holzarchitektur und einem würdigen buddhistischen Altar geprägt. Es handelt sich nicht um einen großen Touristentempel, sondern um einen Ort, an dem man das alltägliche Gebetsleben der örtlichen Gläubigen spüren kann. 3. Tamahimes Mausoleum: Der wichtigste heilige Ort auf dem Gelände ist das Grab von Shinrans Ehefrau Tamahime. Überliefert wird, dass Tamahime während Shinrans Verbannung nach Echigo in diesem kleinen Gebetsraum zurückblieb und auf seine Rückkehr wartete, schließlich dort verstarb und dass der Tempel seitdem die Aufgabe übernommen hat, ihr Mausoleum zu schützen. 4. Friedhof und eine ruhige Ecke des Geländes: Auf dem Tempelgelände gibt es auch einen Gräberbereich der Gläubigen sowie Räume für Gedenkfeiern. Die Umgebung ist gepflegt und hat zwar keinen Ziergartencharakter, vermittelt aber die schlichte, friedliche Atmosphäre eines Tempels in einer Innenstadt-Nachbarschaft, an dem man gerne einen Moment verweilt. 5. Erläuterung zur Herkunft des Hōshōji-Komidō: Auf der offiziellen Website erklärt der Tempel ausführlich, wie sich der ehemalige kleine Gebetsraum des Hōshōji zum heutigen Saiganji entwickelte. Wenn man vor Ort mit dem Abt oder dem Tempelpersonal sprechen kann, lässt sich die Geschichte von Shinran und Tamahime noch vertiefen.

Öffnungszeiten & Eintritt

Der Saiganji ist ein Tempel für örtliche Gläubige und kein großer Touristentempel. Tagsüber kann man in der Regel frei zum Bereich des Tores und auf das Gelände gehen, doch offizielle Öffnungs- und Schließzeiten sind nicht eindeutig veröffentlicht. Der Besuch selbst ist kostenlos. Wer an Zeremonien, Gedenkgottesdiensten oder einer besonderen Besichtigung teilnehmen möchte, sollte vorab telefonisch oder über die Website Kontakt mit dem Tempel aufnehmen, um Zeiten und Möglichkeiten der Aufnahme zu klären.

Adresse

438-1, Naoiwabashi 2-chōme, Fukakusa, Fushimi-ku, Kyōto-shi, Präfektur Kyōto, Japan (Jōdo Shinshū Hongwanji-ha Saiganji)

Reisetipps

Beim Besuch des Saiganji empfiehlt es sich, da der Tempel in einer Wohngegend von Fukakusa im Bezirk Fushimi liegt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zur Keihan-Hauptlinie-Station Fushimi-Momoyama zu fahren und den Rest zu Fuß zurückzulegen. Die Wege und Gassen sind schmal, daher ist das Parken mit dem Auto nicht einfach. Der Tempel hat keinen eigenen Parkplatz; wer mit dem Auto kommt, muss einen nahegelegenen Münzparkplatz nutzen und anschließend zu Fuß gehen, weshalb man etwas Zeit für die Parkplatzsuche einplanen sollte. Als Tempel für Gläubige und Mausoleum von Tamahime dient er vor allem den Anwohnern und Gemeindemitgliedern; Besucher sollten sich ruhig verhalten, Gruppenlärm vermeiden und religiöse Zeremonien sowie private Gedenkbereiche respektieren. Das Gebiet Fukakusa liegt zudem in der Nähe des Fushimi Inari-Taisha und des Fujinomori-Schreins, sodass sich am selben Tag eine kombinierte Route zu belebten Sehenswürdigkeiten und stillen kleinen Tempeln anbietet. Frühling und Herbst sind wegen des angenehmeren Wetters besonders gut für einen Spaziergang und Tempelbesuch in Fushimi geeignet; im Sommer ist es heiß und die Gassen sind eng, daher sind Wasser und Sonnenschutz ratsam, während im Winter Kälteschutz und Vorsicht wegen nasser Wege wichtig sind.

Essen in der Nähe

Die Umgebung des Saiganji liegt in einer Wohngegend von Fukakusa im Bezirk Fushimi, direkt am Tempel gibt es keine größeren Gastronomiebetriebe. In wenigen Minuten gelangt man jedoch zurück zur Umgebung der Keihan-Station Fushimi-Momoyama, wo es mehrere kleine Restaurants, Cafés und japanische Lokale gibt. Wenn man sich etwas weiter bewegt, erreicht man mit der Keihan-Linie in einer Station Fushimi-Inari oder südlich davon Chūshojima; in beiden Gegenden gibt es noch reichhaltigere Essensmöglichkeiten wie Yakitori-Läden, Bento-Geschäfte, Cafés und japanische Restaurants, die sich gut als Verpflegung vor oder nach dem Tempelbesuch eignen. Wer die berühmte Sake-Kultur von Fushimi und die Atmosphäre der Brauereistraßen erleben möchte, kann weiter nach Chūshojima und Fushimi-Momoyama fahren, dort Brauereien und traditionsreiche Restaurants besuchen und den stillen Tempelbesuch im Saiganji mit der Kultur des Sake-Viertels von Fushimi an einem Tag verbinden.

Häufige Fragen

Q:Was verehrt der Saiganji hauptsächlich? Welche Beziehung hat er zu Shinran? A:Der Saiganji ist vor allem das Mausoleum von Shinrans Ehefrau Tamahime und verehrt außerdem Amida Nyorai sowie die Gründer der Shinshū-Tradition. Er ist ein Tempel der Jōdo-Shinshū-Hongwanji-ha. Den Tempelüberlieferungen zufolge war Tamahime die Tochter von Kujō Kanezane aus dem Fujiwara-Clan. Als Shinran während der Jōgen-Verfolgung nach Echigo verbannt wurde, blieb sie im damaligen Hōshōji-Komidō und wartete auf seine Rückkehr. Sie starb schließlich dort, und danach bewachte ihr Begleiter Tamura Mitsutaka (Ariami) ihr Grab und übernahm den kleinen Gebetsraum, aus dem der heutige Saiganji wurde. Deshalb gilt der Ort als wichtiger heiliger Ort in der Familiengeschichte Shinrans. Q:Ist der Saiganji in Fukakusa derselbe Tempel wie der Saiganji mit dem "Abura-kake Jizō" in Shimo-Aburakake-chō? A:Der Saiganji in Fukakusa, Bezirk Fushimi, und der Saiganji in Shimo-Aburakake-chō mit dem verehrten "Abura-kake Jizō" sind zwei völlig verschiedene Tempel, die lediglich denselben Namen tragen. Der Saiganji in Fukakusa gehört zur Jōdo-Shinshū-Hongwanji-ha und steht in Verbindung mit dem Mausoleum von Shinrans Ehefrau Tamahime; der Saiganji in Shimo-Aburakake-chō hingegen ist ein Tempel der Jōdo-shū, trägt den Bergnamen Aburakake-san und ist für die Legende des Abura-kake Jizō sowie eine Bashō-Inschrift bekannt. Bei der Reiseplanung sollte man daher auf Adresse und nächstgelegenen Bahnhof achten, um nicht den falschen Tempel anzusteuern. Q:Wie kommt man zum Saiganji in Fukakusa, Kyōto? Welche Station ist die nächste? A:Der Saiganji in Fukakusa ist am besten über die Keihan-Hauptlinie-Station Fushimi-Momoyama erreichbar; von dort sind es etwa 4–5 Minuten zu Fuß bis zum Tempel. Von der Innenstadt Kyōtos fährt man üblicherweise zuerst mit U-Bahn oder JR und steigt dann in die Keihan-Bahn um. Nach dem Ausstieg an der Station Fushimi-Momoyama folgt man den Schildern in das Wohngebiet. Mit Karte oder Smartphone-Navigation findet man problemlos das Tempeltor in Naoiwabashi 2-chōme, und die Strecke ist eben und gut zu gehen. Q:Braucht der Saiganji Eintritt? Hat er feste Öffnungszeiten? A:Der Saiganji ist ein Tempel für lokale Gläubige und das Mausoleum von Tamahime; der Besuch ist normalerweise kostenlos und frei zugänglich. Offizielle detaillierte Öffnungs- und Schließzeiten sind nicht angegeben, meist ist das Tor tagsüber geöffnet. Wenn man die Haupthalle besonders besichtigen, an einem Gottesdienst teilnehmen oder einen Gruppenbesuch organisieren möchte, empfiehlt sich vorab eine telefonische Anfrage oder Kontakt über die offizielle Website, um die täglichen religiösen Abläufe des Tempels zu respektieren. Q:Gibt es beim Saiganji einen Parkplatz? Ist die Anreise mit dem Auto bequem? A:Der Saiganji verfügt über keinen eigenen Parkplatz, und der Tempel empfiehlt ausdrücklich, nahegelegene Münzparkplätze zu nutzen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Straßen in der Wohngegend von Fukakusa sind schmal, daher sind Zufahrt und Parken mit dem Auto nicht besonders bequem. Vor allem zu touristischen Stoßzeiten und zur Pendlerzeit kann es voll werden. Die meisten Reisenden nehmen deshalb die Keihan-Bahn bis zur Station Fushimi-Momoyama und gehen dann zu Fuß, was nicht nur Parkplatzprobleme vermeidet, sondern auch einen Eindruck von der lokalen Nachbarschaft vermittelt.

Karte

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